„Vielleicht schöpfe ich aufgrund meines Biologiestudiums häufig aus der Natur und entnehme ihr Formen und Anregungen.
Obwohl meine Arbeiten auf natürliche Elemente verweisen, richtet sich meine künstlerische Forschung auf nichtmimetische, häufig hybride Formen, in denen Natur und Künstlichkeit miteinander verschmelzen. Mit diesen Bildern untersuche ich das Verhältnis zwischen Mensch und Natur und wende mich gegen die heutige Tendenz, die Verbindung zu ihr zu kappen und ihr Gleichgewicht zu stören.
Unter den Gemälden, die ich der Natur gewidmet habe, steht in vielen eine Figur im Mittelpunkt, die im Titel als „Idol“ bezeichnet wird. Es handelt sich um eine ornithomorphe Totemfigur, die die uralte Verbindung zwischen Mensch und Natur symbolisiert.
Das Idol bündelt meine Sicht auf die Natur und überführt sie in eine Art „Ökologie des Imaginären“, in der Erinnerung, Künstlichkeit und Leben eng miteinander verbunden sind und jede Form ihr eigenes Gleichgewicht findet.“